Elternbrief des Kultusministers vom 1. September 2021

Sehr geehrte Eltern,
sehr geehrte Erziehungsberechtigte,

in der vergangenen Woche haben Sie bereits erste Informationen zum Start in das neue Schuljahr erhalten.

Viele Rückmeldungen haben mich dazu erreicht, so dass ich mich heute erneut an Sie wenden möchte, um einige Punkte noch einmal aufzugreifen, zu erklären und einzuordnen. Voranstellen möchte ich, dass ich die Unzufriedenheit über notwendige Maßnahmen, wie eine Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht, nachvollziehen kann.

Dass wir uns zum Schuljahresstart dennoch dafür entschieden haben, hat gute Gründe: Aktuelle Zahlen zeigen, dass die vierte Welle insbesondere im Bereich der Kinder und Jugendlichen (und jungen Erwachsenen) stattfinden wird und bereits stattfindet. Die Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen liegen auch in Niedersachsen aktuell leider sehr hoch. Die Infektionen dieser Altersgruppe können aufgrund der Ferien nicht in der Schule stattgefunden haben, sie werden dort aber ab Schulbeginn in besonderem Maße eine Rolle spielen, so dass Schutzmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler gerade am Anfang zwingend erforderlich sind.

Um einen guten Start in das neue Schuljahr zu gewährleisten und die unsichere Situation hinsichtlich der Reiserückkehrer aus den Urlaubsregionen zu berücksichtigen, werden wir die Sicherheitsvorkehrungen in Schulen in den ersten Wochen nach den Sommerferien intensivieren. Wir spannen damit ganz bewusst ein „Sicherheitsnetz“, um maximale Präsenz bei maximaler Sicherheit anbieten zu können. Genau das ist es, was uns die Schülerinnen und Schüler mitgegeben haben – sie möchten in die Schule, alle und gemeinsam.

Mit den Testungen sollen Infektionen frühzeitig erkannt und aus der Schule herausgehalten werden. Am Anfang täglich und danach 3x pro Woche. Die Tests werden auch weiterhin kostenfrei gestellt. Geimpfte und Genesene sind weiterhin von der Testpflicht befreit, dies entspricht der Empfehlung und fachlichen Einschätzung des Landesgesundheitsamtes.

Es wird im neuen Schuljahr nicht mehr die Möglichkeit geben, Schülerinnen und Schüler allein aufgrund der Testpflicht vom Präsenzunterricht befreien zu lassen. Diese Möglichkeit steht für Kinder und Jugendliche offen, die zu den Risikogruppen laut RKI gehören und

  • in den Jahrgängen 1-6 beschult werden oder
  • aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können oder
  • an deren Schule durch das Gesundheitsamt eine Infektionsschutzmaßnahme verhängt

wurde.

Ich weise in diesem Zusammenhang darauf hin, dass weiterhin die Schulpflicht gilt und die Entscheidung darüber nicht bei Eltern und Erziehungsberechtigten liegt. In den letzten Monaten hat sich das Testen zu Hause sehr gut eingespielt, die Abläufe sind den Schülerinnen und Schülern längst vertraut und gehören zu ihrer wöchentlichen Routine. Ich bin davon überzeugt, dass sich daran auch durch die geänderte Taktung nichts ändert.

Für die ersten drei Wochen soll eine Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht getragen werden. Sie ist ein besonders wirksamer und deshalb wichtiger Baustein im Infektionsschutz. Für Kinder unter 14 Jahren reicht eine einfache Stoffbedeckung, für ältere Kinder eine OP- oder FFP2-Maske. Im Falle der Infektion einer Schülerin oder eines Schülers trägt die MNB dazu bei, eine Verbreitung des Virus einerseits einzudämmen und andererseits eine Quarantäne für die komplette Klasse zu vermeiden. Die Erfahrungen anderer Länder zeigen, was für erhebliche negative Auswirkungen es gerade auf die Kinder hat, wenn zu früh die Maske weggelassen wird und deshalb immer wieder Quarantänephasen anstehen.

Die Schulen stellen sicher, dass maskenfreie Zeiten gewährleistet sind, z. B. beim Aufenthalt im Freien, in der Frühstückspause, zur Sprachbildung oder auch zwischendurch, wenn es für die Kinder erforderlich ist. Es gilt der Grundsatz: Je jünger, desto mehr Pause! Es wird somit nicht so sein, dass die Kinder von Beginn bis zum Ende des Schultages ununterbrochen Maske tragen müssen.

Neben der Debatte um die Mund-Nasen-Bedeckung wird immer wieder auch der Einsatz von Lüftungsanlagen diskutiert. Die Entscheidung über eine Anschaffung liegt bei den Schulträgern. Das Land fördert die Anschaffung, wenn eine ordnungsgemäße Belüftung über die Fenster nicht gewährleistet ist. Hierfür sind erneut 20 Mio. Euro bereitgestellt worden, weitere Mittel werden folgen. Hier gilt es aber auch weit verbreitete Missverständnisse aufzuklären: Auch wenn das Lüften in einem Raum technisch unterstützt wird, kann auf die Fensterlüftung nicht verzichtet werden. Es bleibt dann trotzdem dabei, dass in regelmäßigen Abständen die Fenster geöffnet werden, der Einsatz von Lüftungsgeräten ist immer nur ergänzend zu sehen, nicht ersetzend. Gleiches gilt für das Tragen der Mund-Nasen- Bedeckung. Auch das fällt nicht weg, wenn eine Luftfilteranlage o. ä. zum Einsatz kommt.

Alle Maßnahmen – das Lüften, die technische Unterstützung der Fensterlüftung, die Mund- Nasen-Bedeckung, das regelmäßige Testen, die Handhygiene und die festen Lerngruppen - wirken wie Puzzleteile zusammen. Jede einzelne Maßnahme für sich allein genommen reicht für den Infektionsschutz nicht aus, alle zusammen sorgen aber dafür, dass Schulen sichere Orte sind und bleiben und Präsenzunterricht für alle stattfinden kann – und das ist und bleibt unser erklärtes Ziel.

Erfreulicherweise nehmen in Niedersachsen besonders viele Jugendliche ab 12 Jahren das Impfangebot wahr und tragen so zusätzlich zur Sicherheit in den Schulen bei. Für alle, die sich kurzentschlossen ebenfalls impfen lassen möchten, läuft derzeit noch die Sonder-Impfaktion mit vielen terminfreien Angeboten quer durch Niedersachsen. Genaue Informationen, Orte und Termine finden Sie unter folgendem Link:

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/hinweise-zur-corona-schutz-impfung-195357.html

Die aktuelle Regelung mit den oben beschriebenen Maßnahmen ist bis zum 22.09.2021 in Kraft. Wir arbeiten bereits jetzt an den nächsten Schritten. Selbstverständlich ist unser Ziel, dass wir auf die Maske im Unterricht schrittweise wieder verzichten. Angefangen bei den Jüngsten in der Grundschule. Seien Sie versichert, dass wir genau hieran mit Nachdruck arbeiten. Wir möchten den Schülerinnen und Schülern so viel Normalität wie möglich bieten: Das soll anfangen mit einem verlässlichen Schulbesuch, nach Möglichkeit nicht unterbrochen von Quarantäne, um dann Einschränkungen wie eine Mund-Nase-Bedeckung zurücknehmen zu können.

Hierfür bitte ich Sie um Unterstützung. Besprechen Sie die notwendigen Maßnahmen mit Ihrem Kind, machen Sie ihm Mut, wenn es unsicher ist, und begleiten Sie es liebevoll, wie nur Sie als Eltern und Erziehungsberechtigte es können! Gemeinsam werden wir auch diese Phase der Pandemie gut überstehen! Passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Grant Hendrik Tonne
Niedersächsischer Kultusminister

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