So läuft Berufsorientierung an der Realschule Calberlah in Corona-Zeiten

Floyd Frieske hat seine Schullaufbahn längst abgeschlossen, doch der 23-Jährige ist jedes Jahr zu Gast in seiner alten Realschule Calberlah. Warum der Rettungsdienstler dort für soziale Berufe wirbt.

Es bleibt in der Kohorte: Einen besonderen Tag zur Berufsorientierung hat die Realschule Calberlah am Montag knapp 40 Schülern geboten. Die Gesprächsrunden mit Fachleuten aus der Praxis fanden diesmal aus Gründen des Infektionsschutzes exklusiv für die Achtklässler statt, die sich als kommende Neuntklässler im neuen Schuljahr um Praktika kümmern müssen.

Floyd Frieske sitzt im lockeren Gespräch mit acht Schülern und zwei Schülerinnen im Konferenzraum. Von den Achtklässlern daddelt niemand mit dem Smartphone herum, alle hängen an den Lippen des Rettungsdienstmitarbeiters. „Es ist ein toller Beruf, er gibt mir unheimlich viel“, sagt Frieske. Umgesattelt hatte er während des ersten Lockdowns, da war er noch Pfleger im Klinikum. Das habe ihm nicht so viel gegeben, vor allem während der Pandemie habe er die Arbeit nicht mehr so machen können, wie es seinem Anspruch hätte genügen können.

ettungsdienst. Zum einen könne man es dauerhaft beruflich machen mit einer dreieinhalbjährigen Ausbildung oder nach einem dreimonatigen Crashkurs im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes oder Freiwilligen Sozialen Jahrs tätig sein. „So ein Jahr ist keine Zeitverschwendung.“ Soziales Engagement mache sich in jedem Lebenslauf gut, sagt der 23-Jährige aus Bokensdorf, der in Calberlah aufgewachsen und an der damaligen Oberschule zur Schule gegangen ist.

Was er den jungen Leuten auch mitgibt für den Fall, dass es in der Schule gerade nicht so läuft: „Ich bin damals selbst einmal kleben geblieben, habe aber die Kurve gekriegt.“ Er bietet den Achtklässlern an, mal in einem Rettungswagen mitfahren zu können. „Wenn nicht gerade eine Welle ist.“

Wer noch an der Realschule Calberlah referierte

Frieske ist nicht der einzige Gastreferent an dem Vormittag. Das DRK präsentiert den Schülerinnen und Schülern seine Aufgaben mit Schwerpunkt auf den Pflegeberuf, eine Hebamme stellt ihren Job vor und der Bio-Supermarkt Mutter Grün aus Gifhorn den Einzelhandel. „Einen Kfz-Betrieb haben wir leider nicht bekommen“, sagt Konrektorin Sabine Fasterling, die zusammen mit Schulsozialarbeiterin Stefanie Jaeger, Referendarin Michelle Bode und dem Berufsorientierungsbeauftragten Konstantin Leontarakis den abgespeckten Berufsorientierungstag auf die Beine gestellt hat. Alles Corona-konform, nur die Achtklässler, die alle eine Kohorte bilden, nehmen daran teil. Es bleibt überall überschaubar.

Künftig wieder die altbekannten Berufsorientierungs-Angebote

Bei Frieske mussten die Organisierenden nicht lange bitten. „Ich mache das, um Schüler zu motivieren.“ Und das schon seit einigen Jahren, damals auch für den Beruf des Krankenpflegers und der Krankenschwester. „Früher bin ich durch jede zehnte Klasse gegangen.“ Fasterling versichert daraufhin, dass die bislang bekannten Berufsorientierungsangebote wieder zurück kehren werden: „Das haben wir auch weiter vor.“

aus: Aller-Zeitung vom 19.07.2021

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