Realschüler aus Calberlah bereiten das große Konzert selber vor

CALBERLAH. „Jeder Tag sollte ein Weihnachtstag sein“, finden die Fünft- und Sechst- klässler der Calberlaher Realschule. Ihre Vorfreude auf Weihnachten brachten sie am Freitag mit einem Konzert zum Ausdruck. Gut 300 Zuschauer feierten mit kräftigem Applaus die tapferen Akteure auf der Bühne in der Aula.

„Wir haben ganz, ganz tolle Musiklehrer“, lobte die stellvertretene Schulleiterin Sabine Fasterling ihre Kollegen Sabine Rieß, Katrin von Sothen und Arvid Kraft. Das Trio hatte mit dem fünften und sechsten Jahrgang das Konzert geplant. Das Ergebnis konnte sich sehen und vor allem hören lassen. „Das ist eine große Sache für unsere Schule“, sagte Thomas Seliger. Daher freute es den Rektor, dass so viele Eltern zum Konzert kamen.

„Wir haben im Musikunterricht gemeinsam mit den Schülern Ideen entwickelt, wer was beitragen kann“, sagte von Sothen. Sie sprach den Kindern ein dickes Lob aus – für die starke Motivation, den unbändigen Eifer zum Üben und auch den Ehrgeiz, dem Publikum ein bestmögliches Erlebnis zu bescheren. Und zwar ganz gleich, ob es nun ums Vortragen von Gedichten, Singen von Liedern, ums Musizieren oder gar Tanzen ging, um Klassisches oder Modernes. Die Schüler hätten schlicht erkannt, welche Chance sich ihnen mit dem Konzert bot: „Es ist für die meisten gewiss das einzige Mal in ihrem Leben, dass sie vor so großem Publikum auftreten“, sagte von Sothen.

Was die rund 120 Mädchen und Jungen darboten, war von großem Unterhaltungswert. Die Klasse 6a führte durchs Programm. Das startete in der frisch gebackenen Europaschule selbstredend mit Lilly Weylos (5B) Interpretation des Europaliedes auf dem Klavier. Später spielte sie noch „Ihr Kinderlein kommet“. Weitere Soli wagten Iven Constanza (6B) mit „Jingle Bells“ und „Greensleeves“ auf der Harfe, Finja Michel (5B) mit „O Tannenbaum“ auf der Gitarre sowie Sebastian Bertram (5B) mit „Der Mond ist aufgegangen“ auf dem Klavier. Letzterer trug als Duo mit Christian Bertram (8A) auch noch „Feliz Navidad“ vor.

Vervollständigt wurde das vielfältige, wunderbar auf die Festtage einstimmende Programm aus Gedichten und Gesang, Musik und Tanz von der Klasse 5A („Die Weihnachtsmaus“, „Auf dem Weg nach Weihnachten“), der 5B („Der Weihnachtsmann – einmal mathematisch gesehen“, „Still, still, still“), der 5C („Knecht Riley“, „White Christmas“), der 6A („Abend- segen“), der 6B („Lass jetzt los“), der 6C mit ihrem Block- flötenspiel und der Montags AG („Sternentanz“). Weitere Höhepunkte bildeten gemeinsame Auftritte von 6A und Montags AG („Am Weihnachtsbaum“) sowie des kompletten fünften Jahrganges („Zünd ein Licht an“). Und die Diamond Dancers rockten die Aula mit dem Last Christmas Dance mal so richtig.

Solche Auftritte seien von enormem Wert für die Persönlichkeitsentwicklung, erklärte von Sothen. Und nicht nur das Konzert konnten die Kinder für sich als Erfolg verbuchen, denn sie hatten auch für adventliche Deko und Kostüme gesorgt sowie – mit ein wenig Hilfe ihrer Eltern – für ein großes Büfett mit Kuchen und Keksen.

von Ron Niebur.
aus Aller Zeitung, vom 7. Dezember 2019, Seite 24