Was war da neulich an der Streuobstwiese hinter dem Rewe-Markt in Calberlah los? Gleich mehrere Leute machten sich an den Bäumen zu schaffen

Der Heimatbund hatte guten Grund, tätig zu werden.

Die Streuobstwiese hinterm Calberlaher Rewe-Markt hat sich in den vergangenen drei Jahren prima entwickelt. Zu verdanken ist das dem tollen Teamwork von Gemeinde und Heimatbund. Letzterer rückte jetzt zur Baumpflege an.

„Wir kümmern uns heute um den Sommerschnitt an der Kirsche“, sagte Heimatbund-Chef Karsten Karwehl. Zudem sei allgemeine Pflege wie das Freihalten der Wurzelscheibe und die Erneuerung der Anbindungen bei den insgesamt 37 Bäumen vorgesehen. Lisa Beyer und Klaus-Dieter Korsch unterstützten den Vereinsvorsitzenden. Beide wollten ohnehin etwas über den Obstbaumschnitt erfahren. Da bot es sich an, sie zu Übungszwecken gleich für die Pflegeaktion auf der Streuobstwiese einzuspannen.

Auf Streuobstwiesen geht es vor allem um die Vitalität der Bäume

Beim Baumschnitt auf Streuobstwiesen gehe man etwas anders vor als im heimischen Garten, erklärte Karwehl. Während man zuhause meistens darauf abziele, möglichst große Ernten zu erreichen, wolle man auf Streuobstwiesen vor allem die Vitalität der Bäume hochhalten. Dafür sei es zu empfehlen, der Baumkrone eine Pyramidenform zu geben: „Unten breit, oben schmal“, sagte Karwehl. Andernfalls drohe der Baum, auch unter der Last der Früchte, instabil zu werden. Brechen erst einmal Äste ab, „stirbt der Baum innerhalb von ein paar Jahren“, erläuterte der Heimatbund-Chef.

ber auch der Klimawandel mache den Bäumen immer mehr zu schaffen. „Nicht nur auf Streuobstwiesen oder im Garten, sondern überall“, sagte Karwehl. Durch lange Hitzephasen fehlt den Bäumen Wasser. Auf der Streuobstwiese lässt sich das zumindest ein bisschen abmildern – mit Wassersäcken an jedem Baum. Werden sie regelmäßig befüllt, erhalten die Bäume stets nach und nach Wasser. „Die Gemeinde kümmert sich darum vorbildlich. Alle Säcke sind immer gut gefüllt.“

 

Noch kein Baum eingegangen

Im Teamwork mit dem Heimatbund, der jetzt auch auf Facebook zu finden ist, ist es so gelungen, die Streuobstwiese zur einer Erfolgsgeschichte zu machen: „Uns ist in drei Jahren noch kein Baum eingegangen“, berichtete Karwehl. Und mehr noch: Die Bäume tragen inzwischen schon recht viele Früchte – von Kirschen und Äpfeln über Mirabellen und Pflaumen bis zu Zwetschgen. „Es sind alles alte, heimische Obstsorten.“ In der ersten Saison trugen die mittlerweile sechs Jahre alten Bäume höchstens ein paar Früchte, in der zweiten sah es etwas besser aus und in der nunmehr dritten „kriegen wir jeweils schon einen halben Eimer voll“, freute sich Karwehl über eine prächtige Entwicklung.

 

Jeder Baum hat seinen Barcode fürs Handy

Die Streuobstwiese ist vor drei Jahren zusammen mit Jugendlichen der damaligen Oberschule angelegt worden. „Das lief richtig klasse. In nur einem Tag haben wir alle 37 Bäume gepflanzt“, erinnerte sich Karwehl. Die Kooperation zwischen Heimatbund und heutiger Realschule hat darüber hinaus Bestand. So habe man gemeinsam die Idee zur Kennzeichnung der Bäume mit einem Barcode entwickelt: „Der lässt sich mit dem Smartphone scannen. So bekommt man Informationen über den jeweiligen Baum“, sagte der Heimatbund-Chef. Im Herbst soll das System startklar sein.

 

Mehr Grün auch durch Lärmschutzwall

Der benachbarte Lärmschutzwall bringt übrigens nicht nur Anwohnern des Einkaufsmarktes etwas. Denn er ist von Gemeinde und Heimatbund in einer Gemeinschaftsaktion mit 400 heimischen Gehölzen so bepflanzt worden, dass sie sich vermehren und andernorts pflanzen lassen. So kann langfristig die ganze Gemeinde von mehr Grün profitieren.

Von Ron Niebuhr

aus Aller-Zeitung vom 03.08.2020

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