Die Berufswahl ist gar nicht so einfach. Um Schülern dabei auf die Sprünge zu helfen, hat die Realschule Calberlah nun ein spezielles Coaching für jeden Einzelnen. So funktioniert’s.


„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“, heißt es ja. Genauer gesagt fürs Berufsleben. Doch welchen Job man später mal machen möchte und vor allem auch kann, darüber sollten sich Schüler rechtzeitig im Klaren sein. Calberlahs Realschule unterstützt sie dabei auf vielfältige Weise - neuerdings auch mit Berufsorientierungscoaching.

Mehr als nur Beratung

Konrektorin Sabine Fasterling und Schulsozialarbeiterin Stefanie Jaeger, die bereits seit 2011 als Team den Schülern in der Berufsfindung zur Seite stehen, ließen sich entsprechend weiterbilden. Über die TU Braunschweig, mit der die Realschule eine Kooperation pflegt, und das NLP Hildesheim machten sich beide fit im Berufsorientierungscoaching sowie als Schüler- und Lerncoaches. „Das waren keine Wochenendseminare“, betont Jeager. Sondern zwei jeweils einjährige Fortbildungen inklusive Abschlussprüfung. Im Ergebnis heißt das: „Wir beraten unsere Schüler nicht mehr nur, sondern wir coachen sie jetzt auch“, fasst Fasterling es zusammen.

Individuelle Begleitung

Coaching geht wesentlich tiefer als Beratung. Jaeger und Fasterling begleiten die Schüler individuell, sorgen dafür, dass sie ihre Stärken und Talente herausfinden und auch erkennen, in welchen Berufsfeldern sie diese am besten einbringen können.

Im achten Jahrgang geht’s los

Mit dem Berufscoaching setzt die Realschule bei allen Jugendlichen, die Interesse daran haben, im zweiten Halbjahr des achten Jahrganges an. Es vertieft, was die Schüler aus dem Profil Assessment Center im ersten Halbjahr, über sich erfahren und erarbeitet haben. „Das passt wunderbar, weil unsere Achtklässler ja auch ins erste Schnupperpraktikum gehen“, erklärt Fasterling. Und im neunten Jahrgang folgt dann das erste dreiwöchige Praktikum. Das Berufsorientierungscoaching ist eine sehr individuelle Erfahrung: „Die Schüler öffnen sich, stehen im Mittelpunkt“, sagen Fasterling und Jaeger. Konrektorin und Schulsozialarbeiterin treten in den Hintergrund.

Schüler sollen Ideen selbst entwickeln

„Es ist manchmal durchaus eine Herausforderung für uns, keine Lösungen vorzugeben“, räumt Fasterling ein. Die Schüler sollen im Coaching, das bewusst auf kleine Gruppen mit maximal vier Teilnehmern in vier Sitzungen am Nachmittag ausgelegt ist, selbst Ideen entwickeln, wie sie ihre Ziele verwirklichen können. Sie ergründen individuell persönliche Stärken, Werte und berufliche Wünsche, erkennen Potenziale und Entwicklungsfelder. Sie recherchieren selbstständig berufsrelevante Informationen und entwickeln im Gedankenaustausch alternative Ideen und Lösungen. Die Teilnahme wird zertifiziert. „Das macht sich auch super in den Bewerbungsunterlagen“, wissen Fasterling und Jaeger. Bisher läuft das Berufsorientierungscoaching gut. Es ist bei den Schülern sehr gefragt - und darauf sind beide stolz.

aus: Aller-Zeitung vom 04.03.2020

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