Aus der Oberschule soll eine Realschule werden.

Die Schulleitung hat sich mit der Bitte um einen entsprechenden Antrag an die Landesschulbehörde an die Samtgemeindeverwaltung gewendet. Am Donnerstagabend hat der Schulausschuss der Samtgemeinde eine entsprechende Beschlussempfehlung ausgesprochen.

Isenbüttel. Grund für diesen überraschenden Plan ist die drohende Einzügigkeit der Oberschule – und zwar deshalb, weil etliche Eltern ihre Kinder lieber auf eine Realschule nach Gifhorn als auf die OBS nach Calberlah schicken. Eine Einzügigkeit hätte Konsequenzen: „Für eine gute Schule braucht es ein ausreichend großes Kollegium“, betonte Rektor Thomas Seeliger. „Und laut Schulerlass muss eine Oberschule mindestens zweizügig sein“, ergänzte Konrektorin Sabine Fasterling. Das Ende vom Lied könnte also sein, dass die Schule als OBS komplett schließen müsste.

Durch die Umwandlung zur Realschule erhoffen sich Seeliger und Fasterling wieder mehr Anmeldungen – dann gelten Schuleinzugsbereiche: Alle Eltern aus der Samtgemeinde Isenbüttel, die ihr Kind zu einer Realschule schicken wollen, müssten es nach Calberlah schicken.

Es gibt allerdings ein kleines Zeitproblem: „Der Antrag muss am 30. November bei der Landesschulbehörde sein“, sagte Fachbereichsleiter Stefan Prekale. Damit tat sich Klaus Rautenbach (Grüne) schwer, „ich hatte keine Zeit, das mit der Fraktion abzustimmen“. Er enthielt sich der Stimme. Jochen Gese (CDU) hätte es lieber gesehen, wenn nur eine positive Kenntnisnahme im Protokoll aufgetaucht wäre, aber zum Schluss entschied sich der Ausschuss nach einem längeren Abwägungsprozess und mehreren Nachfragen bei der Schulleitung doch dafür, die einstimmige Beschlussempfehlung abzugeben.

Von Christina Rudert

aus Aller-Zeitung vom 24. November 2017