Details zu den Plänen, die Oberschule in Calberlah in eine Realschule umzuwandeln
Calberlah. Endlich nicht mehr jedes Jahr zittern, ob die Oberschule zweizügig und damit existenzfähig bleibt, sondern sich wieder auf Inhalte konzentrieren.

Das erhofft sich die Schulleitung in Calberlah von der Umwandlung in eine Realschule (AZ berichtete exklusiv) im Sommer 2018. Samtgemeindebürgermeister Hans Friedrich Metzlaff ist zuversichtlich, dass die Genehmigung durch die Landesschulbehörde nur eine Formsache ist, wenn der Samtgemeinderat am 14. Dezember die Beschlussempfehlung des Schulausschusses bestätigt.

„Für die Schüler, die jetzt bei uns sind, wird sich gar nichts ändern“, betont Rektor Thomas Seeliger. Denn die OBS schleicht sich quasi aus – die neuen Fünftklässler starten im Realschulsystem, erst in fünf Jahren verließe der letzte OBS-Jahrgang die Schule. Und auch sonst wird sich nicht so ganz viel ändern, wie Konrektorin Sabine Fasterling betont: „Wir werden alle Kooperationen und Projekte fortsetzen, Berufsorientierung spielt weiter eine wichtige Rolle.“ Die Realschule bliebe eine teilgebundene Ganztagsschule mit verbindlichem Nachmittagsunterricht montags und mittwochs und Kursen dienstags und donnerstags. Lediglich die Kursbildung fiele weitgehend weg.

Grund für diese Entscheidung von Schulvorstand und Kollegium ist eine enorme Abwanderung nach Gifhorn – in diesem Jahr wurden 24 Realschüler an der Dietrich-Bonhoeffer- und der Fritz-Reuter-Realschule in Gifhorn eingeschult, insgesamt fahren 96 Realschüler nach Gifhorn. Für Hauptschüler gäbe es in Calberlah dann kein eigenes Angebot mehr, aber Seeliger und Fasterling sind überzeugt, auch dafür einen Weg zu finden. Geplant ist, am Donnerstag, 22. Februar, die Realschul-Pläne beim Schnuppertag vorzustellen – am Vormittag den Viertklässlern, am Nachmittag den Eltern.

aus: Aller-Zeitung vom 24. November 2017