Am ersten Schultag hieß die Schulgemeinschaft der Realschule voller Freude drei neue Klassen willkommen. Während die Aufregung in der Aula spürbar war, gestalteten die engagierten Sechstklässler für die neuen Mitschülerinnen und Mitschüler sowie ihre Eltern ein lebendiges Rahmenprogramm. Viel Herzlichkeit zeigte sich, als gemeinsam gesungen wurde und farbenfrohe Willkommenstafeln den Raum schmückten.
Für einen besonderen Moment sorgte die Schulband “Punk.tab.zug”: Mitreißende Melodien und sichtbare Spielfreude brachten das Publikum schnell zum Mitklatschen und erzeugten sichtlich Begeisterung auf den Gesichtern vieler Gäste. Nach einer guten Stunde wechselte die Stimmung – nun gingen die Kinder interessiert und, begleitet von ihren Klassenlehrkräften, erstmals in ihre neuen Klassenräume. Dort wartete der Auftakt ins Schulleben und der erste gemeinsame Unterricht auf unsere neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler.

Gifhorn. Schülerinnen und Schüler haben im Vorfeld schon gezeigt, wie sehr sie ausdauernde Bewegung lieben. Es gibt eine Neuerung für Kinder.

Zum zehnten Mal findet der Gifhorner Lauftag am Sonntag, 27. April, statt. Wie der ausrichtende Verein VfR Wilsche-Neubokel mitteilt, hat das Organisationsteam bereits vorab einige Schulen besucht und Werbung für den Gifhorner Lauftag gemacht. In der Realschule Calberlah habe sich auf Initiative der Sportlehrerin Simone Herzberg fast die ganze Schule mit 200 bis 300 Schülern versammelt und das Orgateam mit einem lauten „Wir sind dabei!“ empfangen.

Chef-Organisator Stefan Hölter vom VfR Wilsche-Neubokel: „Mich begeistert am meisten der riesige Bewegungsdrang der jungen Menschen. In den Schulen haben wir Probeläufe durchgeführt und damit die Botschaft des Lauftages direkt zu den Kindern gebracht. Unsere Jüngsten müssen mit Freude an täglicher ausdauernder Bewegung aufwachsen!“ In der Albert-Schweitzer-Schule habe Schulleiterin Franziska Mende ihre Schüler am Spielplatz versammelt. Mit kurzen Sprints hätten die Kinder gezeigt, was sie schon an Tempo drauf haben.

Kinder drehten vor dem Gifhorner Lauftag schon mal ein paar Runden über den Schulhof

Genauso stürmisch sei das Organisationsteam von den jungen Läufern der Adam-Riese-Schule empfangen worden. Schulleiter Heiko Winkelmann hatte auf dem Pausenhof geladen. Hier hätten die Kinder unter Anleitung von Stefan Hölter auch ein paar Runden auf dem Schulhofgelände rennen müssen. Schüler und Lehrer seien sich einig gewesen: „Wir sind wieder dabei und wollen unseren Titel verteidigen.“

Bei den Kinderläufen wird es dieses Jahr eine Änderung geben: Altersangepasst werden 400 Meter (Kindergarten), 800 Meter (Grundschule) und 1200 Meter (bis 12 Jahre) angeboten. „Wir bieten beim Gifhorner Lauffest nicht nur für die Kinder Freude am Laufen, sondern für jedes Alter und jede Leistungsklasse. Dies zeichnet unsere Veranstaltung aus“, unterstreicht Stefan Hölter. „Außerdem ist es ein Lauf der Emotionen.“

Beim Gifhorner Lauftag gibt es auch einen Marathon

Anstrengend wird es um 9 Uhr beim Marathon. Die landschaftlich reizvolle Strecke durch Wälder, Heiden und vorbei an Seen habe sich herumgesprochen, und die Teilnehmerzahlen für den Marathon seien diesmal mit 40 Personen besonders hoch.

Die Siegerehrung für die Schulen, den Firmenlauf und Inklusionslauf findet am 7. Mai in feierlichem Rahmen im Rittersaal des Gifhorner Schlosses statt. Alle anderen Ehrungen finden direkt nach den Läufen auf dem Sportgelände statt. Besonders für die Familien wird es ein buntes Rahmenprogramm geben. Der Kreissportbund bietet die Abnahme der verschiedenen Disziplinen für das Sportabzeichen an.

Zum Jubiläum gibt es eine besonders schöne neue Medaille

Die Online-Anmeldung für den Gifhorner Lauftag sind über die Internetseite des Vereins (www.vfr-wilsche-neubokel.de) möglich. Dort gibt es auch alle Informationen rund um den Gifhorner Lauftag. Zum zehnjährigen Jubiläum gibt es laut Vereinsmitteilung eine besonders schöne und wertige neue Medaille mit dem Relief des Gifhorner Schlosses und einem Laufpaar. „Da werden alle Finisher den Stolz gewichtig am Hals spüren“, verrät Stefan Hölter.

Aktuell seien bereits fast 800 Teilnehmer angemeldet. Die Startnummer gingen mit dem persönlichen Vornamen in Druck. Die Online-Anmeldung sei noch bis zum 23. April geöffnet – dann aber ohne den eigenen Vornamen.

aus: Gifhorner Rundschau vom 19. April 2025

Stell dir vor, die Schultüren öffnen sich nicht nur zum Unterricht, sondern zu unzähligen Möglichkeiten der Berufswelt – eine Woche voller Aha-Momente, die den Kompass für die Zukunft neu ausrichtet!

Calberlah. In der ersten Februarwoche verwandelte sich die Realschule Calberlah in ein pulsierendes Zentrum der Berufsorientierung. Schülerinnen und Schüler tauchten ein in die vielseitigen Facetten der Berufswelt, sowohl innerhalb der Schulmauern als auch an außerschulischen Lernorten.

Ein Highlight waren die IHK-Ausbildungsbotschafter der IHK Lüneburg-Wolfsburg, die bereits seit Jahren eine enge Partnerschaft mit der Schule pflegen. Detlef Knoop, der Betreuer der Ausbildungsbotschafter, kehrte gerne in die Schulstraße zurück, um sein Wissen und seine Erfahrungen zu teilen.

Auszubildende aus verschiedenen Unternehmen in und um Calberlah waren ebenfalls vor Ort, darunter The Ritz-Carlton Hotel Management GmbH, LSW Netz GmbH & Co. KG und Stadtwerke Wolfsburg AG, Autohaus Kühl, Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft, Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg, Undercover GmbH, Schnellecke Logistics Deutschland, H. Butting sowie JYSK SE (Standort Gifhorn). Sie gaben den Schülern einen authentischen Einblick in ihren Arbeitsalltag und beantworteten Fragen zu ihren jeweiligen Ausbildungsberufen.

Das BO-Team der Realschule Calberlah, bestehend aus Sabine Fasterling, Anna Kruppa und Konstantin Leontarakis, zeigte sich begeistert von dem Format, bei dem junge Auszubildende ihr Wissen an die Abschlussjahrgänge weitergaben. Die Schüler erkundeten in Gruppen verschiedene Themenbereiche wie Transportwesen, Logistik, Handel, Handwerk, Bankwesen und Tourismus.

Dank der guten Bahnanbindung nutzten die Schüler die Gelegenheit, außerschulische Lernorte zu besuchen, darunter das DLR (Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt) in Braunschweig, ein Kooperationspartner der Realschule Calberlah. Dort konnten sie einen simulierten Landeanflug auf Braunschweig erleben und den Gesprächen der Fluglotsen lauschen.

Auch für die jüngeren Jahrgänge gab es spannende Angebote: Sie veranstalteten ein Spielefest oder besuchten das Phaeno in Wolfsburg. Die Realschule Calberlah freut sich außerdem darüber, dass das Phaeno in diesem Jahr eine weitere Partnerschule gefunden hat.

Die Realschule Calberlah ist MEGAfoN- Partnerschule Im Februar wurde die Realschule Calberlah als „MEGA- foN-Partnerschule Meinungsbildung statt Meinungsmache“ aufgenommen, ausgezeichnet und ist berechtigt, mit dem Logo und dem Signet darauf aufmerksam zu machen. Begonnen hat das Ganze im Jahr der Nachrichten, als über das Projekt #use the news der Kontakt zu den Entwicklern von MEGAfoN aufgenommen werden durfte.

Ziel ist es, jungen Menschen den Weg zu seriösen Nachrichten zu ermöglichen und aufzuzeigen, dass es auch digital schnell mög- lich ist, sich fernab von sozialen Netzwerken zu informieren, zu engagieren und den Unterschied zwischen Fake und Wahrheit zu erkennen. Zurzeit findet sich dies alles in einem WPK der Klasse 9 unter der Leitung von Frau Skott, die auch den Kontakt herstellte, wieder und es wird deutlich, dass junge Menschen sehr wohl politisch und gesellschaftlich interessiert und engagiert sind, dass sich die Auseinandersetzung und Diskussion mit ihnen lohnt und dass sie es zu schätzen wissen, wenn man sie und ihre Meinung hört und wertschätzt. Demokratie fängt früh und auch im Kleinen an!

Calberlah [20.12.2024] – Die Realschule geht mit einem Friedensfest in die Weihnachtsferien

In einer Zeit globaler Herausforderungen verwandelten Schüler und Lehrkräfte der Realschule die vollbesetzte Aula am letzten Schultag in einen Ort der Zuversicht und des Friedens.

Ein Fest der Hoffnung
Unter dem ermutigenden Motto “Rettung in Sicht – Es gibt Hoffnung” entfaltete sich ein facettenreiches Programm, das mit dem mitreißenden Eingangslied “Komm’ mit aufs Boot” startete. Die symbolträchtige Inszenierung mit einem Rettungsring und vier nacheinander entzündeten Kerzen schuf eine besondere Atmosphäre.

Vielfältiges Programm
Die Schulband begeisterte mit “Feliz Navidad”, während eine eindrucksvolle Diashow die Kontraste zwischen politischer Ohnmacht und hoffnungsvollen Momenten aufzeigte. Besonders berührend waren die Hoffnungswünsche der 5. und 6. Klassen, die auf Ankern und Segeln festgehalten und an einer Stellwand präsentiert wurden.

Gemeinsam für den Frieden
Den emotionalen Höhepunkt bildete das “Friedensnetz”, bei dem alle Klassen ihre Netze zu einem großen Ganzen verbanden. Eine überraschende Tanzeinlage einer Schülerin rundete das Programm ab.

Besonderer Dank
Das Schulleitungsteam, Frau Fasterling und Herr Seeliger, würdigte besonders das Engagement von Frau Bode, die die Jahresabschlussfeiern über viele Jahre mitgestaltet hat und zum Sommer in den Ruhestand geht.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie junge Menschen durch kreative Beiträge und persönliches Engagement Hoffnung und Zuversicht verbreiten können.

Pressemitteilung der RS Calberlah (22.12.2024)

Calberlah.

Die berufliche Zukunft zum Anfassen: Die Realschule Calberlah verwandelte sich in einen lebendigen Marktplatz der Berufsmöglichkeiten, der Schülerinnen und Schülern der achten und neunten Klassen einzigartige Einblicke in die Arbeitswelt von morgen bot. Die Klassenräume und wurden zu Schauplätzen einer interaktiven Berufserkundung, die eine praxisnahe Berufsorientierung ermöglichte. In Zusammenarbeit mit der Ausbildungswerkstatt Braunschweig präsentierten sich 17 regionale Unternehmen, darunter bekannte Namen wie die Tischlerei Möhle, Metallbau Daenicke, der Landkreis Gifhorn, das Finanzamt Gifhorn oder das Amtsgericht.

 

Die Jugendlichen erhielten die Gelegenheit, verschiedene Berufsfelder hautnah zu erleben: Im Werkraum der Schule wurde unter fachkundiger Anleitung Kieferholz gehobelt und so einen Einblick in das Tischlerhandwerk gewonnen. Praktischen Erfahrungen wie diese ermöglichten es den Schülern, ihre Fähigkeiten zu testen und potenzielle Interessen zu entdecken.

Die Veranstaltung deckte eine Vielfalt der Berufswelt ab, von technischen Berufen bis hin zu sozialen Tätigkeiten. Die Schülerinnen und Schüler konnten Fragen stellen, Arbeitsabläufe beobachten und sogar selbst Hand anlegen. Besonders beeindruckend war, dass die Jugendlichen das praktische Handeln, das die verschiedenen Berufsfelder ausmacht, direkt vor Ort ausprobieren konnten. Diese direkte Interaktion mit Berufsvertretern half ihnen, fundierte Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen. Für das leibliche Wohl sorgte der Hauswirtschaftskurs der Schule, der das Catering für die Veranstaltung übernahm und damit einen kulinarischen Höhepunkt setzte. Passend zur Jahreszeit wurde eine köstliche Kürbissuppe serviert, finanziert durch großzügige Elternspenden. Diese kulinarische Bereicherung unterstrich nicht nur den Gemeinschaftsgeist der Schule, sondern bot auch einen Einblick in die Welt der Gastronomie und Ernährung.

Ein klares Zeichen für praxisnahe Berufsorientierung

Die Realschule Calberlah setzte mit dieser Veranstaltung ein klares Zeichen für die Wichtigkeit einer praxisnahen Berufsorientierung und schuf damit eine Brücke in die Zukunft zwischen schulischer Bildung und beruflicher Praxis, die den Jugendlichen den Übergang in die Arbeitswelt erleichterte. Für Eltern und Lehrkräfte bot dieser Tag die Möglichkeit, die Begeisterung der Schüler für verschiedene Berufsfelder mitzuerleben und sie bei ihrer Zukunftsplanung gezielt zu unterstützen.

Als besonderes Highlight und Ausblick auf weitere Möglichkeiten boten die teilnehmenden Unternehmen den Schülern die Möglichkeit, Schulpraktika zu absolvieren. Diese Praktika ermöglichen es den Jugendlichen, einen noch tieferen Einblick in die Berufswelt zu gewinnen und ihre Erfahrungen vom Berufsorientierungstag weiter zu vertiefen. Damit unterstreicht die Veranstaltung einmal mehr ihren nachhaltigen Wert für die berufliche Zukunft der Schülerinnen und Schüler.

aus: Aller-Zeitung vom 10.11.2024

Das Regionale Landesamt für Schule und Bildung Braunschweig hat das Engagement der Schule in Calberlah für Europa gewürdigt. Was bedeutet die Auszeichnung?

Calberlah. Die Realschule Calberlah (RSC) kann sich erneut über eine besondere Auszeichnung freuen: Sie wurde bei einer feierlichen Zeremonie in Salzgitter als „Europaschule in Niedersachsen“ rezertifiziert. Gemeinsam mit 17 weiteren Schulen aus dem Einzugsgebiet des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung (RLSB) Braunschweig wurde das Engagement der Schule für Europa gewürdigt.

Staatssekretär Marco Hartrich hob die Bedeutung der Europaschulen für die Zukunft Europas hervor: „Europa wird von uns allen gemeinsam gemacht und das fängt in den Schulen bereits an.“ Auch Torsten Glaser, Behördenleiter des RLSB Braunschweig, betonte die wichtige Rolle der Schülerinnen und Schüler: „Ihr seid Vorbilder für ein geeintes Europa und stärkt euer demokratisches Urteilsvermögen.“

Die Realschule Calberlah ist seit ihrer Gründung Europaschule und hat den Europagedanken fest in ihrem Schulprogramm verankert. Durch zahlreiche Projekte, wie beispielsweise die Teilnahme am Erasmus+-Programm, werden die Schülerinnen und Schüler für Europa begeistert. „In Vielfalt geeint“ – unter diesem Leitspruch werden interkulturelle Kompetenzen gefördert und die Schülerinnen und Schüler auf ein Leben in einem vielfältigen Europa vorbereitet.

Realschule Calberlah: Ein Vorbild für Europa

Die Realschule Calberlah ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Schulen den Europagedanken erfolgreich in ihren Unterricht integrieren können. Durch die erneute Auszeichnung als Europaschule wird das Engagement der Schule gewürdigt und gleichzeitig ein Ansporn für andere Schulen gegeben, diesem Beispiel zu folgen. Die Auszeichnung wurde von Antonia Schmidt, Sabine Fasterling und Rektor Thomas Seeliger entgegengenommen.

aus: Aller-Zeitung vom 28.08.2024

Gifhorn. Geschafft! Für viele 9. und 10. Klassen sowie für die 13. Jahrgänge ist die Schulzeit vorbei. Das gaben ihnen Lehrer mit auf den Weg. 

Das Schuljahr 2023/24 ist fast vorüber. Für die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen an Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien und Berufsbildenden Schulen im Landkreis Gifhorn ist es an der Zeit Abschied zu nehmen. Für sie beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Hier ein Überblick der Abschlussfeiern.

Realschule Calberlah

Die Realschule Calberlah feierte den Abschluss ihrer 10. Klassen mit einer feierlichen Zeremonie. Der Festtag begann mit einem Gottesdienst in der Christusgemeinde Calberlah und setzte sich mit einem Auftritt der Schulband „Punk-Tab-Zug“ fort. Ein Höhepunkt des Programms war das Theaterstück „Die Pisa Studie“, das von den Schülern der Abschlussklassen aufgeführt wurde und das Publikum sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken brachte.

Die Klassenlehrkräfte hielten bewegende Ansprachen und präsentierten einen Fotorückblick, bevor die Zeugnisse überreicht wurden. Außerdem wurde der Schulleitungspreis an die Konrektorin Sabine Fasterlin übergeben, der für herausragende Schülertätigkeit innerhalb der Schulgemeinschaft verliehen wurde. Anschließend wurden die Delf-Zertifikate feierlich überreicht.

aus: Gifhorner Rundschau vom 27.06.2024

Vor der Zeugnisübergabe verglich Rektor Thomas Seeliger von der Realschule Calberlah die Schüler mit Segelbooten. Was er damit zum Ausdruck bringen wollte.

Calberlah. Die Realschule Calberlah feierte mit einer feierlichen Zeremonie den Abschluss ihrer zehnten Klassen, den Beginn machte ein Gottesdienst mit einem bewegenden Programm, das die Schüler gemeinsam mit den Lehrkräften Brunhilde Bode und Andre Schiefer sowie der Pastorin Sina Schuhmacher gestaltet hatten. In der festlich geschmückten Aula der Realschule setzte sich das Programm fort. Die Schulband „Punk-Tab-Zug“, die fast ausschließlich aus Sechstklässlern besteht, begeisterte bei ihrem zweiten Auftritt das Publikum. In seiner Ansprache verglich Schulleiter Thomas Seeliger die Abschlussklassen mit Segelbooten, die nun aus dem sicheren Hafen der Schule herausfahren und neue, unbekannte Meere durchkreuzen. Diese bildhafte Metapher verdeutlichte die bevorstehenden Herausforderungen und Chancen, die auf die Absolventen zukommen.

Schulentlassung in Calberlah: Nach der Zeugnisübergabe gab's das Entlassungsfoto.

Schulentlassung in Calberlah: Nach der Zeugnisübergabe gab’s das Entlassungsfoto.

Quelle: Lena Friese/RS Calberlah

Ein Höhepunkt des Programms war das Theaterstück „Die Pisa Studie“, das von den Schülern der Abschlussklassen aufgeführt wurde und das Publikum sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken brachte.

Gute Wünsche von Bürgermeister Thomas Goltermann

Die Elternratsvorsitzende Mahlmann dankte den Eltern der Abschlussklassen und wurde anschließend vom Schulleitungsteam mit Sabine Fasterling und Thomas Seeliger für ihre langjährige Tätigkeit geehrt, da sie mit dem Ende des Schuljahres ihr Ehrenamt als Elternratsvorsitzende aufgegeben hat. Besonders gefreut haben sich die Anwesenden über die Worte des Gemeindebürgermeisters Thomas Goltermann, der die Schülerinnen und Schüler zu ihren Abschlüssen beglückwünschte und ihnen alles Gute für die Zukunft wünschte. Natürlich kam auch die Schülerschaft zu Wort.

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Schulentlassung in Calberlah: Von Sabine Fasterling (r.) und Thomas Seeliger (l.) gab es Schulleitungspreise.

Schulentlassung in Calberlah: Von Sabine Fasterling (r.) und Thomas Seeliger (l.) gab es Schulleitungspreise.

Quelle: Lena Friese/RS Calberlah

Ein weiteres musikalisches Highlight war das Harfenspiel von Iven Costanza, das die Gäste in seinen Bann zog und für eine besondere Atmosphäre sorgte. Die Klassenlehrkräfte präsentierten vor der Zeugnisübergabe einen Fotorückblick, bevor es dann richtig feierlich und emotional wurde. Ein weiterer Höhepunkt war die Vergabe des Schulleitungspreises für herausragende Schülertätigkeit in der Schulgemeinschaft, und es gab die Delf-Zertifikate.

Was hat denn Gifhorn mit dem Weltall zu tun? Klare Antwort: viel. In Gifhorn finden sich Dinge, die aus dem Weltraum stammen – andere Dinge dagegen, die aktuell da oben zu finden sind, stammen aus Gifhorn. Und dann sind da noch die Menschen auf Gifhorn, die diese unendlichen Weiten fest im Blick haben.

Landkreis Gifhorn. Zuerst einmal die Definition: Weltall oder auch Universum bezeichnet die Gesamtheit von Raum, Zeit, von Energie und Materie – also alles, was vorhanden ist. Dann gibt es noch den Weltraum – das ist der bis auf Kleinstteilchen sowie Gase leere Raum im Weltall. Vom Planeten Erde aus gesehen, der ja selbst ein Teil des Weltalls ist, beginnt der Weltraum ab einer Höhe von 100 Kilometern. Doch was hat das alles mit dem Kreis Gifhorn zu tun? Eine Menge, wie die folgende Übersicht zeigt, die übrigens keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Rainer Bartoschewitz sammelt Mond- und Marsgestein

Leidenschaftlicher Mineraliensammler: Rainer Bartoschewitz hat in seiner Sammlung auch Stücke vom Mond und vom Mars.

Leidenschaftlicher Mineraliensammler: Rainer Bartoschewitz hat in seiner Sammlung auch Stücke vom Mond und vom Mars.

Quelle: Lea Rebuschat Archiv

Los geht es mit den Dingen, die aus dem Weltall kommen und in Gifhorn zu finden sind. Jemand, der darüber eine ganze Menge weiß und einige dieser Dinge besitzt, ist Rainer Bartoschewitz. Seit 1980 ist er als Mineraliensammler unterwegs, hat zum Teil abenteuerliche Suchaktionen hinter sich. Wie die in Ostpreußen Ende der 1980er Jahre. Dort war 1914 beim Ausheben von Schützengräben ein großer Brocken gefunden worden, es gibt dort eine Krater- und eine Meteoriten-Straße. „Wir dachten, da muss es was geben und haben das Gelände mit einem Metalldetektor abgesucht. Gefunden haben wir aber nur 100 Kilogramm Schrott.“ 

Gefunden hat er allerdings doch schon so einiges Material von Meteroiten. Von denen gibt es weltweit 60.000 – von denen man weiß. 1.200 davon hat Bartoschewitz selbst klassifiziert. Seine Leidenschaft für Steine hat nämlich einen wissenschaftlichen Hintergrund, er hilft anderen Sammlern bei der Einordnung von Funden, meldet Funde beim Meteorite Nomenclature Committee. In seiner eigenen Sammlung findet sich Mond- und Marsgestein. Dank letzterem Fund kennt sogar die NASA die Stadt Gifhorn – denn bei der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde wird sämtliches Marsgestein katalogisiert.

Blick in den Sternenhimmel – aus der Gifhorner Sternwarte heraus

Was da so im Weltall umherrauscht und möglicherweise auf die Erde fallen könnte, haben Jörg Anrecht und Karsten Richter fest im Blick. Die beiden Hobby-Astronomen betreiben die Gifhorner Sternwarte am Wallgarten – seit Anfang 2012. Das Angebotsspektrum der Sternwarte geht weit über öffentliche Vorträge und Beobachtungsabende hinaus. In der Bibliothek steht umfangreiche astronomische Literatur zur Verfügung, sogar ein kleines Kino gibt es. Die Einrichtungen der Sternwarte sind für große und kleine astronomische Projekte nutzbar. Einfach mal hineinschnuppern ist natürlich jederzeit möglich.

Edwin Buzz Aldrin auf dem Mond: Die Mondlandung am 20. Juli 1969 legte den Grundstein für die Weltall-Leidenschaft der Gifhorner Karsten Richter und Jörg Anrecht.

Edwin Buzz Aldrin auf dem Mond: Die Mondlandung am 20. Juli 1969 legte den Grundstein für die Weltall-Leidenschaft der Gifhorner Karsten Richter und Jörg Anrecht.

Quelle: NASA/dpa

Die Begeisterung für Weltall und Weltraum, für Planeten, Sonnen und Sterne, für Kometen und Meteoriten hat die beiden Himmelsforscher schon im Kindesalter gepackt. Jörg Anrecht, einer der Betreiber der Sternwarte, ging 1969 noch zur Schule. Er bestand damals darauf, sich wecken zu lassen. Sein Vater war Hobby-Astronom, daher war die Mondlandung natürlich ein Thema in der Familie. Karsten Richter war im Juli 1969 drei Jahre und zwei Monate alt. Trotzdem kann er sich noch genau erinnern: „Mein Vater riss mich aus dem Schlaf, nahm mich ins Wohnzimmer mit. Ich saß auf seinem Schoß, der Schwarz-Weiß-Fernseher lief. Darauf bewegten sich unscharfe Schatten, Sprache wurde durch Piepsen unterbrochen. Mein Vater sagte aufgeregt: ,Guck mal, da sind Menschen auf dem Mond!’“ Seine Mutter war auch wach, aber nicht ganz so aufgeregt. „Ich denke, dass die hohe Emotion meines Vaters entscheidend war, dass ich mir diese Nacht als wichtiges Ereignis abgespeichert habe.“

Von Knesebeck hinaus in die unendlichen Weiten

Wo NASA draufsteht, könnte zumindest teilweise Butting drin sein: Das Familienunternehmen aus Knesebeck, ein weltweit anerkannter Hersteller von Edelstahlrohren und Rohrkomponenten, beteiligt sich an der NASA-Weltraummission „Orion“. Die Mission „Orion“, die im Rahmen des Artemis-Programms durchgeführt wird, zielt darauf ab, die Menschheit zurück zum Mond zu bringen, aber auch zum Mars und darüber hinaus. Nach dem erfolgreichen unbemannten Flug der Orion-Kapsel im November 2022, bei dem die Kapsel anderthalb Wochen den Mond umkreiste, steht Stand jetzt für September 2025 die bemannte Artemis-2-Mission bevor. Ein zentrales Element dieser Mission ist das Europäische Servicemodul (ESM), das von Airbus Defence and Space in Bremen entwickelt wurde. 

Das ESM ist ein wesentlicher Bestandteil des Orion-Raumfahrzeugs und verantwortlich für Antrieb, Energieversorgung sowie die Versorgung mit Wasser, Sauerstoff und Stickstoff. Butting hat hierzu entscheidende Bauteile beigesteuert: Treibstoff-Leitungen aus Titan, präzise gefertigt. Diese Bauteile wurden bereits erfolgreich für die ESM-Modelle der Artemis-Missionen 1 bis 4 geliefert, aktuell wird für das ESM-5-Modell produziert. „Wir sind stolz darauf, Teil dieser historischen Mission zu sein“, sagt Volker Gerdwilker, Technical Project Manager bei Butting. „Unsere Expertise in der Herstellung hochpräziser Bauteile und unser Engagement für Qualität und Nachhaltigkeit machen uns zu einem verlässlichen Partner für die Raumfahrtindustrie.“

Premium-Komponenten für Luft- und Raumfahrt: Das Knesebecker Unternehmen Butting stellt unter anderem wichtige Teile für die NASA-Weltraummission „Orion“ her, wurde dazu jetzt gerade nach Nadcap® rezertifiziert.

Premium-Komponenten für Luft- und Raumfahrt: Das Knesebecker Unternehmen Butting stellt unter anderem wichtige Teile für die NASA-Weltraummission „Orion“ her, wurde dazu jetzt gerade nach Nadcap® rezertifiziert.

Quelle: Butting

Das Butting-Engagement für die NASA-Weltraummission „Orion“ folgt einer langen Tradition. Bereits seit Mitte der 1970er Jahre und damit seit rund 50 Jahren stellt Butting Rohre, Bogen, Flansche, einbaufertige Druckgas- und Kraftstoff-Förderleitungen sowie Schweißkonstruktionen für den Luft- und Raumfahrtsektor her. Auch Komponenten aus korrosionsbeständigem Stahl für „Ground- und Testequipment“ zählen zum Leistungsprogramm. Premium-Komponenten für Luft- und Raumfahrt: Dafür müssen höchste Standards in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit erfüllt werden. Kürzlich hat das Unternehmen seine Nadcap-Rezertifizierung für Non-destructive Testing (NDT X-ray) erfolgreich absolviert – Nadcap ist ein Programm entwickelt und geführt von den großen Luft-/ Raumfahrtherstellern mit dem Ziel ein kosteneffizientes, standardisiertes Vorgehen in der gesamten Lieferkette sicherzustellen. Damit bestätigt Butting als Hersteller für Luft- und Raumfahrtbauteile erneut, dass er für seine Kunden zerstörungsfreie Prüfverfahren auf Spitzenniveau durchführt.

Schüler aus Calberlah im Astronauten-Fieber

Matthias Mauerer im November 2021 an Bord der ISS: Realschüler aus Calberlah durften den Wissenschaftler während seiner Zeit in der Raumstation ISS interviewen.

Matthias Mauerer im November 2021 an Bord der ISS: Realschüler aus Calberlah durften den Wissenschaftler während seiner Zeit in der Raumstation ISS interviewen.

Quelle: dpa-Bildfunk Archiv

Einen direkten Draht zur Raumstation ISS hat die Realschule Calberlah – zumindest zeitweise. 2021 haben vier damalige Siebtklässler acht Minuten Zeit, dem deutschen Astronauten Matthias Maurer in der Raumstation ISS live vier Fragen zu stellen. Die 13-Jährigen tragen Headsets, blaue ESA-Overalls und das Logo „Cosmic Kiss“ des DLR School Lab auf der Brust. Da gerade Corona herrscht, können die anderen Schüler und Schülerinnen lediglich von zuhause via Youtube dabei sein – 350 nutzen diese Chance. Lehrer Steffen Jauch ist stolz: „Man ruft nicht mal eben an im Weltraum.“ Yasmin, Nele, Conner und Jennifer machen ihren Job super. Die Fragen des Teams kommen flüssig und ohne Verhaspeln rüber.

Realschule Calberlah: Lehrer Steffen Jauch hängt in den Seilen – um Schwerelosigkeit im Rahmen des Weltraumprojektes zu simulieren.

Realschule Calberlah: Lehrer Steffen Jauch hängt in den Seilen – um Schwerelosigkeit im Rahmen des Weltraumprojektes zu simulieren.

Quelle: Sebastian Preuß Archiv

Anlässlich der sechsmonatigen Mission des deutschen Wissenschaftlers Matthias Maurer auf der Internationalen Raumstation ISS gibt es an der Realschule Calberlah mehrere Projekte, an denen auch die benachbarte Grundschule beteiligt ist. Unter anderem gibt es an der Realschule eine AG „MissionX“ zum Thema. Fernsehen und Toiletten in der ISS, ein Countdown auf Russisch, Werkstoffexperimente und der Bau von Modellraketen sowie Ernährung und Sport unter Astronauten-Bedingungen sind die Themen der AG. Außerdem erleben die Schüler und Schülerinnen an von der Hallendecke der Sporthalle hängenden Seilen einmal eine Art von Schwerelosigkeit.

Maurer-Interview und Weltraum-AG – das lässt sich noch toppen: 48 Drittklässler der Grundschule malen 2021 – gemeinsam mit Teilnehmern aus einem Kinderhospiz und mehr als 400 Schulen in ganz Deutschland – Bilder gemalt, die Maurer mit ins Weltall nimmt. Auch Fünft- und Sechstklässler der Realschule schicken Bilder mit. Der Filmstreifen und der USB-Stick mit diesen Bildern fliegt in einer Metall-Kassette mit, die nach einem von der Realschule in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelten Prototypen gebaut wird. Am Ende seiner Mission bringt Maurer die Filmrolle wieder mit, die beteiligten Schulen bekommen ihren Beitrag als Filmschnipsel überreicht – und der war wirklich im Weltraum.