Projekttag mit Unterstützung des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums sowie der Fallerslebener Funkamateure

Calberlah. Auf dem Mars entsteht eine Dependance von Calberlah: Neu Calberlah. Die Neunt- und Zehntklässler der Realschule in Calberlah planten jetzt mit Unterstützung der Fallerslebener Funkamateure eine Reise in den Weltraum, nachdem Frank Fischer vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt und Leiter des DLR-School-Lab zuvor kurzweilig über aktuelle Raumfahrtprojekte berichtet hatte.

Die Marso-Graphen suchten die ideale Stelle für die neue Siedlung: Gut geschützt vor Wind, ausreichend Wassereis und Baumaterial, das waren die Kriterien. Für die 55 Millionen Kilometer weite Reise erarbeitete die Flottenwerft Utopia Planitia einen Prototypen des Marsraumschiffs RSC 2025. Dabei ging es um Antriebskonzepte. die Lagerung von Treibstoff, Wasser und Nahrung und die Folgen der Schwerelosigkeit für die Kosmonauten – ein bordeigenes Fitnessstudio soll Muskel- und Knochenschwund verhindern.

Die neue Siedlung soll sich um einen zentralen Habitat-Dome-Unit mit Mensa, Kommunikations- und Informationszentrum, Freizeiteinrichtungen und Realschule gruppieren. Die Kolonisten in spe planten einen Hauptenergiespeicher und Wissenschaftslabore, ein Agrofarming-Center und Wohneinheiten. Zur Entwicklung eines Konzepts für die Kommunikation mit der Heimat hatten sich die Schüler die Fallerslebener Funkamateure zu Hilfe geholt, von denen sie einen Funk-Crashkursus erhielten.

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Und wie ernähren sich die Neu Calberlaher? Die Biologen stellten fest, dass die Spirulina-Alge sie mit allem versorgt, was der Mensch zum Leben braucht. Buschbohnen und Bambus sollen im Agrofarming-Center gezüchtet werden – für die Protein- und Ballaststoffversorgung, der Bambus außerdem als Baustoff für Möbel.

Von den Biologen kamen auch Rezeptvorschläge. Zum Beispiel das Marsbrot, das dank der Spirulina-Alge wunderschön grün ist. Zu kosten übrigens am Tag der offenen Tür am Donnerstag, 21. Februar.

aus Aller-Zeitung vom 9. Februar 2019